Rund um Bremen

Der Schnoor in Bremen: Gassen, Geschichte und ein Hotel in Gehweite

Der Schnoor ist ein Gängeviertel in der Bremer Altstadt mit kleinen, teils mehrere Jahrhunderte alten Häusern, Kunsthandwerk, Galerien und Cafés. Der Name kommt vom niederdeutschen Wort für Schnur. Vom Kangarooms an der Schlachte 30a sind es rund 700 Meter, etwa 8 Minuten zu Fuß.

  • Gängeviertel der Altstadt
  • Häuser ab 1401
  • Kunsthandwerk & Cafés
  • ca. 8 Gehminuten ab Hotel

Woher der Name kommt

„Schnoor“ oder „Snoor“ ist niederdeutsch und heißt Schnur. Für den Namen gibt es zwei Erklärungen. Die eine führt ins alte Schiffshandwerk: Hier wurden Seile und Taue hergestellt. Die andere beschreibt das Bild, das Besucher bis heute sehen: Die kleinen Häuser stehen aneinandergereiht wie Perlen auf einer Schnur.

Ein Viertel der Fischer, Schiffer und Handwerker

Die Wurzeln des Schnoor reichen ins Hochmittelalter zurück. Direkt vor dem Viertel verlief die Balge, ein Seitenarm der Weser. Hier lebten vor allem Flussfischer, Schiffer und Handwerker. 1608 wurde die Balge kanalisiert, 1838 zugeschüttet. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Schnoor ein Arme-Leute-Viertel, einem Haus standen oft nur rund 60 Quadratmeter Grund zur Verfügung. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Viertel weitgehend. In den 1950er-Jahren zogen Studenten und Künstler zu.

Gerettet statt abgerissen

Eigentlich sollte der Schnoor weichen. Von 120 Häusern standen damals bis auf sieben noch alle. Am 3. Februar 1959 beschloss Bremen ein Ortsstatut, um das Viertel zu erhalten. Hauseigentümer und Stadt sanierten die rund hundert Häuser gemeinsam, begleitet von der Denkmalpflege. Heute steht ein Ensemble zahlreicher Häuser in der Straße Schnoor unter Denkmalschutz. Als älteste weltliche Gebäude, also keine Kirchen, gelten das Packhaus Schnoor 2 von 1401 und das Haus Schnoor 15 von 1402. Die Kirche St. Johann am Rand des Viertels entstand im späten 14. Jahrhundert.

Was Sie im Schnoor machen können

Der Schnoor ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten Bremens, und das liegt an seiner Mischung. In den Gassen finden Sie Kunsthandwerk, darunter eine Glasbläserei, dazu Galerien, Antiquitätengeschäfte, kleine Museen, Cafés und Restaurants. Seit 1973 hat das Institut für niederdeutsche Sprache hier seinen Sitz. Am schönsten ist der Schnoor ohne festen Plan: Lassen Sie sich durch die schmalen Durchgänge treiben und schauen Sie in die Werkstätten. Weil die Häuser so klein sind, lohnt sich der Blick nach oben auf die Giebel ebenso wie in die Schaufenster.

Vom Hotel in den Schnoor

Wer ein Hotel nahe dem Schnoor sucht, wohnt im Kangarooms an der Schlachte 30a gut: rund 700 Meter, etwa 8 Minuten zu Fuß. Böttcherstraße und Marktplatz mit Rathaus und Roland liegen ebenfalls in Gehweite, der Marktplatz etwa 7 Minuten entfernt. Unser Altstadt-Rundgang ab Hotel führt Sie in rund zwei Stunden über Böttcherstraße und Marktplatz durch den Schnoor zurück ans Weserufer.

Das Kangarooms ist ein kleines, familiär geführtes Boutique-Hotel mit zehn Nichtraucherzimmern, darunter Zimmer zur Weserseite. Der Check-in ist rund um die Uhr möglich, Kaffee und Tee gibt es kostenlos auf der Etage. Frühstück bekommen Sie im Nachbarlokal MA, 50 Meter entfernt, mit 20 % Rabatt für Hotelgäste. Im Haus liegen das Restaurant und die Bar Kangaroo Island mit Terrasse an der Weser. Mehr zur Lage lesen Sie auf Hotel Bremen Altstadt. Verfügbarkeit prüfen und direkt buchen.

Häufige Fragen

Fragen zum Schnoor

Warum heißt der Schnoor Schnoor?
„Schnoor“ ist niederdeutsch für Schnur. Der Name geht entweder auf das alte Handwerk zurück, das hier Seile und Taue für Schiffe herstellte, oder auf die kleinen Häuser, die wie Perlen auf einer Schnur aneinandergereiht stehen.
Wie weit ist der Schnoor vom Kangarooms entfernt?
Rund 700 Meter, etwa 8 Minuten zu Fuß von der Schlachte 30a.
Was kann man im Schnoor machen?
Durch die Gassen bummeln, Kunsthandwerk und Galerien ansehen, in Antiquitätengeschäfte und kleine Museen gehen, im Café oder Restaurant einkehren.
Wie alt sind die Häuser im Schnoor?
Die Wurzeln des Viertels reichen ins Hochmittelalter. Als älteste weltliche Gebäude gelten das Packhaus Schnoor 2 von 1401 und das Haus Schnoor 15 von 1402.
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